Marokko 3: Plastiktüten-Valley und der Sand

Was sagte ich zum Thema Bus fahren? Beim Aufbruch aus Khalid's Dorf kam jedenfalls keiner. Vielleicht weil Freitag war und alle Busfahrer gerade in der Moschee. So genau weiß man das ja nie. Aber Khalid und Imi waren sowieso mit von der Partie und so hielt er nach einer Weile einen Pick-Up an, auf dessen Ladefläche wir mit fuhren. Das Trampen entsteht halt zuerst immer aus einer Notwendigkeit.


In der Stadt Boumalne sprangen wir ab und nahmen zu zweit den Reisebus in Richtung Merzouga, was den ganzen Nachmittag und Abend in Anspruch nahm. 

Währenddessen bot sich uns ein Schauspiel an wechselnder Landschaft; den roten Bergen wichen Gestrüpp-gespickte Hügel und eine steppenähnliche Fläche.Dann, als die Sonne sich gerade dramatisch den Bergen im Horizont näherte, erreichten wir einen Streifen Land, an den man am besten über seinen ästhetischen Wert herangeht, weil es dann nämlich weniger traurig ist. Die geduckten Büsche waren, genau wie der steinige Boden, von kleinen Kreaturen bedeckt, ein transparenter Vogelschwarm auf zwei Kilometern. Willkommen im Plastiktüten-Valley. Jetzt weiß ich wohin die Dinge kommen, in die hier alles fünffach eingewickelt ist.


Wie auch immer, jetzt sind wir in der Wüste, wo die Sonne wirklich erstaunlich stechend ist und wir fast ein kleines Ferienhaus über Couchsurfen bekommen haben, inklusive Hossein, der mit uns spazieren geht und seine Djelabba und den Turban nur überwirft, wenn er im Hotel japanischen Touristen das Essen serviert.


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Kommentare: 1
  • #1

    Konny (Sonntag, 20 März 2016 16:01)

    WOW *__*