Rumänien 1

Budapest - Arad (RO)

250km, mehr als 30 Grad, 3 Stunden Wartezeit (oder so).


Geschafft habe ich es jedenfalls von Budapest bis nach Rumaenien, auch wenn ich erst knapp zwei Stunden an einer schlaefrigen Tankstelle rumhing (in Begleitung zwei weiterer Tramper), in Szeged erst auf einem Tesco-Parkplatz und dann auf der Landstrasse strandete. Dort, 20km vor Mako nahe der Grenze, ueberlegte ich um 7 Uhr abends, ob ich es wohl wirklich schaffen wuerde. Und acht Minuten spaeter kam ein Fahrer vorbei, der bis weit nach Rumaenien hineinfuhr, aber auf der Landstrasse war, weil er jemand anderen im naechsten Dorf ablieferte.

Also bin ich in Arad, bei Cristian und Dora, in einer kleinen, aber schmucken Wohnung. Bei meinem ersten Spaziergang war ich begeistert, wie interessant dieses Land ist; wie viel Andersartigkeit Europa noch bietet. Natuerlich bezieht sich das auch auf die Armut, fuer die man gar nicht bis nach Indien reisen muss. Ohne die unschoenen Seiten gutreden zu wollen, ist es doch faszinierend, wie es so nah von zu Hause aussehen kann. Praechtige Gebaeude, die fast alle ziemlich angeschlagen aussehen. Und Strassenbahnen. Ich konnte nur staunen, als ich mir die erste naeher anschaute. Auf dem klapprigen Geraet stand "Werkstattfahrt" und an der Seite war laut Fahrplan die Endstation "Donauhalle". Auf den zweiten Blick sah ich nachtraeglich angeheftete Schilder mit den eigentlichen Linienbezeichnungen auf Rumaenisch.

Hier ist vieles Importware, genau so wie die deutschen Supermaerkte ueberall. Jetzt heisst es, die Augen offen zu halten und noch etwas mehr uebers Land zu lernen.


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