Norwegen 1

Nach so langer Zeit fühle ich mich auf einmal wieder in travel-mode. Unglaublich. Obwohl ich zeitweise über der ewig langen Lektüreliste und anderen Aufgaben in Stress ausbreche, habe ich gerade eben einen kleinen Splitter der Leichtigkeit erhascht, die das Reisen bringen kann.

Bis dahin war mir gar nicht so klar, dass ich wieder unterwegs bin. Ich war nach Uni-Ende eine Woche bei Susanna in Stockholm. Eine weiche und wundervolle Woche in dem Land, aus dem mein Name stammt und Mystik in allen Geschichten mitschwingt. Und die Stadt, der 'Jugendkultur' auf die Stirn geschrieben steht, wo ich linksorientierte Jugendliche, Künstler und Akademiker getroffen habe und die Busenfreundin von Astrid Lindgrens Tochter. Gleichzeitig für mich nun der Ort, wo ich jeden zweiten Tag Tortellini zum Mittagessen hatte, Schmuck herstellte, ein Magazin im Schnipselmodus mitgestaltet habe und die Abende mit Susanna und ihren Freunden im süßen Vergessen von Fernsehserien versank.

Das war toll. Es war beruhigend und inspirierend. Es war keine Reise. Eher ein Aufenthalt an einem anderen Ort, so wie ein höheres Niveau von "Mama, darf ich bei XY übernachten?"


Jetzt bin ich in Norwegen. Ein Dorf namens Askim, nicht allzu weit von der schwedischen Grenze. Ich bin am Montag auf meinen Reisepartner Julian gestoßen, und gleichzeitig auf unseren ersten Gastgeber hier, Raymond.

Er hat uns gestern gleich in die unglaubliche Natur der Landes eingeweiht, wir sind um einen See gewandert und haben Würstchen am Lagerfeuer gegrillt.


Heute war Waffel-Tag. :)


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