Hier kommt die Sonne

Wie Urlaub... mit 20 Geschwistern

Heute war - nach durchwachsenen und teilweise regnerischen Tagen - endlich mal wieder der Sommer zu spüren. Der Tag ging viel schneller rum, als wir nach unserem Detektivspiel am Morgen in den Pool konnten und uns beim Fußball verausgabten. Die Müdigkeit nach dem zusammen geschauten Fußballspiel hat sich jetzt auch langsam erledigt. Derweil philosophieren wir beim abendlichen Gläschen Wein auf der Veranda darüber, wie seltsam die Zeit hier vergeht: es scheint uns eine Ewigkeit, dass wir hier sind, aber der Sommer wird wohl trotzdem schnell vergehen. Meistens übernehme ich dann das Philosophieren, während Dora den Wein trinkt - obwohl mir der Weißwein von hier erstaunlich gut schmeckt, ist der auf Dauer nichts für mich. 

Wir beobachten, wie wir den Kindern immer ähnlicher werden und spielen begeistert mit Stöcken und Fröschen, weil man das ja normalerweise nicht mehr darf. (Heute habe ich erfahren, dass jemand mit 45 schon alt ist - und wir sind auch irgendwie alt,nur anders). Gleichzeitig ist mein Kopf aber so voll wie lange nicht mehr. Es gibt so viel zu planen und zu erledigen und ich muss plötzlich viel mehr an andere denken. Noch macht mir das aber nichts aus, weil das ein ziemlich kleiner Preis dafür ist, diesen insgesamt ziemlich coolen Job zu haben.

Immerhin kann ich an der frischen Luft sein, ein bisschen Italienisch lernen und - wer hätte es geglaubt - mich an wirklich süßen Kindern erfreuen (abgesehen von ein paar Trotzanfällen und dem coolen Getue der dreizehnjährigen Zwillinge, die aber sonst ganz nett sind).

So fühlen wir uns also gleichzeitig kindisch und ein bisschen alt, versuchen, nicht zu viel Sonnenbrand zu bekommen und einen Rhythmus für unsere Betreuung zu finden.

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