Nach langer Funkstille

Ja, ich lebe noch.

Das sage ich so leicht dahin, dabei lasse ich es mir mal wieder ganz schön gut gehen. Das Motto dieser Woche: Was ist Luxus? Ich sage: Ein eigenes Zimmer (mit großem Bett, zwei Fenstern, Schreibtisch und Chefsessel), jeden Tag frische Gurken/Tomaten/Karotten und ab und zu Obst wie Wassermelone/Orangen vom Markt, und, hoho, ein Packung deutsches Alnatura-Schwarzbrot!

Noch besser ist vielleicht die ganze Freizeit, mit der ich manchmal gar nichts anzufangen weiß. Vor allem nach der ganzen Beschäftigung der letzten drei Wochen fällt es mir schwer, jetzt Denkarbeit zu leisten. So schön meine Zeit hier ist, habe ich nämlich gerade die Mission, mich auf einen Englisch-Test nächsten Samstag vorzubereiten. Naja, besser früh als zu spät.

Über die Wochen mit Robin und Mama habt ihr vielleicht schon etwas gehört, wenn ihr einen der beiden gesehen habt. Diese Zeit ist ziemlich schnell vorbei gegangen, was davon zeugt, dass sie weder langweilig noch nervig war. Es war mir eine große Freude, den beiden mein liebes Kathmandu zu zeigen, zusammen die Alobar unsicher zu machen (inklusive Tanzeinlage) und anschließend ein bisschen mehr von Nepal zu entdecken.

Das war auch für mich Neuland, und gemeinsam erkundeten wir die Vielfalt and Landschaft, Klima und Kulturen, die dieses Himalaya-Reich zu bieten hat. Es fing an im dünstigen und grünen Dschungel des Tieflands (Terai), wo wir uns an Elephanten-Safari und geführten Touren durch den Wald und seine reiche Pflanzen- und Tierwelt erfreuten. Wir erspähten viele farbenfrohe Vögel (mein Favorit: die bunten Wildhühner), Rehe und Nashörner wenig mehr als eine Armlänge entfernt. Wir schipperten auf dem Kanu an Krokodilen vorbei und wurden auch von Moskitos nicht verschont.

Anschließend besichtigten wir Lumbini, den Geburtsort Buddhas, wo wir die zahlreichen Buddhistischen Tempel mittels Fahrrad in großzügiger Parklandschaft besichtigten. Hier wurden wir, immer noch in Indiens Nähe, von Schnaken verstochen.

Anders als wir nach einer weiteren nervenaufreibenden Gurken-Busfahrt die Berge hinauf (bei etwa 30 km/h) schließlich in Pokhara waren. Was für ein Ort! Immer noch Hochsommer-Temparaturen, aber keine kleinen Mistviecher mehr und dafür ein weitläufiger See und Ausblick auf die Berge. Wir schipperten über den See, liefen durch den Wald, besichtigten einen Wasserfall von hinten und erweiterten unsere Berg-Kenntnisse im Museum. Das war ziemlich cool, auch wegen der Bildvergleiche zwischen dem Leben im Himalaya heute und in den Alpen vor 50 Jahren. Erstaunlich ähnlich! Ich konnte es schon kaum noch abwarten, selbst in die Berge zu gehen, aber stattdessen fuhren wir nach Gorkha - diesmal mit dem Taxi.

Obwohl das ehemals kleine Bergkönigreich Herkunftsort der letzten Königsdynastie ist, war erstaunlich wenig los und so konnten wir uns ein Bild vom weniger touristischen Nepal machen.

Anschließend mussten wir schon wieder ins Kathmandutal zurück und wie ihr wisst, bin ich jetzt wieder alleine. What to do (in Kathmandu)? Ich vertreibe mir die Zeit mit Englisch-Aufgaben, Dal Bhat und meiner neulich erworbenen Ukulele. Nach dem nervigen Examen kann ich dann hoffentlich das erste Mal wandern gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Clara (Mittwoch, 09 April 2014 21:17)

    Hallo!

    Tu te souviens de moi ? :P
    Je suis contente que tu ailles bien et j'espère te revoir bientôt :)
    Je te souhaite encore pleins de choses girafes avant de revenir!

    Pleins de bisous

    Clarinette

  • #2

    ronja-en-france (Freitag, 11 April 2014 08:08)

    ooohh, Clarinette!
    ça fait tellement plaisir d'entendre de toi! En plus, je pense souvent à toi mais j'admets que ça ne suffit pas souvent pour faire l'effort du petit mail.
    Merci pour ces jolis vœux... Tu sais quoi? J'ai acheté une jupe avec une chouette dessus!!! (pourtant, ça aurait aussi pu être un hibou). c'est triangulairement girafe, en tout cas!
    Dis bonjour à la forêt et ton violoncelle und alles Gute!

    bisouuus!