Viel, viel - und Glück

Davon, dass mal wieder was passiert und sowieso immer alles anders kommt. Und vom großen Glück der wilden Hoffnung.

Seit gestern Morgen habe ich mindestens fünf verschiedene Pläne für meinen nächsten Monat gemacht. Um euch die Einzelheiten zu ersparen, sage ich bloß: bevor ich gestern zur Arbeit ging, war ich für etwa eine Stunde der festen Überzeugung, dass ich den nächsten Monat minus einiger Tage in einer nepalesischen Familie außerhalb des Touristentrubels leben würde. Dann, bei der Arbeit, eröffnete meine Chefin mir, dass sie Mitte Dezember andere Praktikanten im Büro hätten. Es wäre also ganz gut, wenn wir meine Beschäftigung - ganz rund - bei einem Monat stehen ließen. Das heißt, Freiheit ab dem 13. Dezember und kein Grund, länger in der Stadt zu bleiben, richtig? Nachdem ich also eine Woche Urlaub im Umland geplant hatte, kam heute die nächste Nachricht. Das klingt eigentlich viel zu düster. Lasst es mich noch mal anders probieren:

 

Juppaduppadu! Trala - hey!!! Hey!! :-)

Wieso? Ja, naa? Die Nachricht kam in Form einer Mail, als ich gerade nach etwa vier Stunden konzentrierten Schreibens auf nüchternen Magen (mein erster richtiger Bericht, mit dementsprechend viel Herzblut) meinen Artikel abschicken und Feierabend machen wollte.

Betreff: "Interviews at Oxford"

Huch? Hoppla? Dieser Gedanke, an diese Uni, der mich direkt nach meinem Oxford-Besuch so fest im Griff hatte, hatte von seiner Unbedingtheit schon einiges verloren. Ich war schon in der Phase, mir zu sagen, dass ich durch meine Anwesenheit hier die Absage dort nicht so schwer zu tragen wäre.

Aber - hey - ich bin einen Schritt weiter! Ich sei herzlich zu einem Interview eingeladen, dass ich durch meine besonderen Bedingungen über Skype führen könne. Nähere Infos würden folgen.

Um nicht einen spontanen Freudentanz im Büro aufzuführen, schickte ich also schnell eine Mail nach Hause und machte mich dann davon, schwebend und lachend. Ich war sogar so sehr von meinem Glücksgefühl vereinnahmt, dass ich mich einige Minuten später auf der Straße inmitten von Autos und Mopeds wiederfand. Aber ich bin ja inzwischen ein Profi im Straßen-Überqueren!

 

Jetzt ist alles irgendwie egal abgesehen von der Frage, wie ich einen kontinuierlichen Internetzugang in ruhiger Umgebung organisiere, Skype genug kennen lerne um den geläufigen Pannen vorzubeugen und, schließlich, am Tag x (entweder 16. oder 17.12.) einen guten Eindruck mache.

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Elli (Mittwoch, 04 Dezember 2013 16:50)

    Du schaffst das!:)
    Ich drück dir die Daumen:D

  • #2

    Nina (Donnerstag, 05 Dezember 2013 07:55)

    Herzlichen Glückwunsch! Ich drück Dir die Daumen.

  • #3

    Charly (Donnerstag, 05 Dezember 2013 07:59)

    WOW!!!!!! Das ist ja der Megahammer!!! Ich hoffe, dass du genommen wirst.Bereite dich einfach gut drauf vor und sei du selbst. Dann klappt das schon. Das hat bei meinen Vorstellungsgesprächen auch geklappt :))))