heyho, beautiful people

Eine Nachricht... an euch.

Während ich schlaftrunken und zum zweiten Mal völlig verschwitzt diesen Abend (es scheint zur Gewohnheit zu werden, die jeweilige Station rennend zu erreichen) im Bus sitze, wandern meine Gedanken zu euch. Ihr das seid ihr da draußen, die sich die Mühe machen, von mir zu lesen und an mich zu denken. Ich weiß, ich mache es euch nicht einfach - meine Familie bekommt am meisten zu spüren, wie selten ich da bin (die zwei längsten Perioden, die ich dieses Jahr zu Hause verbracht habe, waren je zwei Wochen lang - und eine war noch vor dem Abi). Deswegen bin ich umso dankbarer dafür, wie ihr mich unterstützt und mir helft bei allem, was ich alleine nicht auf die Reihe kriege (Mama...! Danke für die Impfungen, die Infos und... du weißt schon). Dieses Wochenende werde ich versuchen, jede Stunde zu nutzen, um ein letztes Mal in eurer Gegenwart zu baden für das nächste Dreivierteljahr. (Der Ausdruck kam von Rilke: "man sah schon Tiere in  deinen Blicken baden und trinken deine klare Gegenwart" Naja. Wörtlich vorgestellt klingt das etwas seltsam). Alle anderen, die ich nicht sehen werde, umarme ich hiermit virtuell. Ich weiß, dass ihr da seid und alles ist gut :-) Wundert euch nicht, wenn ich demnächst nicht mehr ganz so oft schreibe; ich weiß noch nicht, wie ich auf Nepal reagieren werde. Vielleicht bin ich erst mal so überwältigt, dass ich nicht vernünftig schreiben kann. Eben, im Halbschlaf, sah ich mich schon auf den dunstigen Gassen, Gewürze und chapati in der Luft und umgeben von bunten Gewändern und fremdartigen Klängen. Meine Kapazität für quirlige Aufgeregtheit ist langsam erschöpft, jetzt fühle ich nur noch eine tiefe Freude bei dem Gedanken and all das Unerwartete, dem ich begegnen werde. Das ist fast noch besser, weil ich keine Befürchtungen mehr habe. Da ist nur der Weg in's Neue und irgendwie wird er auf jeden Fall gut sein.

 

 

 

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