sneaky, sneaky

Ich habe mich in die Fakultät für Philosophie Oxford eingeschlichen und Sitze jetzt im kleinen Aufenthaltsraum auf einem blauen Plüschsessel. Um mich herum sind Studenten, die sich eine Pause gönnen (so viele Pausen scheint es nicht zu geben, es sind nur drei). Es ist so aufregend, hier zu sein! Vor allem bei der Vorstellung, was in den Vorlesungssälen vor sich geht. Die Welt von Oxford ist größtenteils virtuell; selten habe ich so viel geteilte Gedankenkraft gesehen. Zuerst habe ich mich in die Mathe-Abteilung hinein verirrt; der Anblick von fanatisch Formel-kritzelnden Studenten überall war leicht besorgniserregend (dabei war ich doch nur in der Aula/Kantine!)

Manche der Studenten strahlen geradezu von Selbstbewusstsein und scheinen mit jeder Geste zu sagen "Ich weiß, wie schwer es ist, hier reinzukommen - ich aber habe es geschafft!" So sind aber nicht alle. Ich kann nur beobachten, flüchtig.

Es gibt so viele verschiedene Typen hier und ich bin so froh um die internationale Anziehungskraft dieses Ortes. Neben den allgegenwärtigen, arbeitsamen Asiaten, gibt es Studenten von überall sonst. Vorhin erst habe ich Französisch gehört (kleine Randnotiz: ich bin ehrlich beeindruckt von der Extra-Leistung, beim Englisch-Niveau in französischen Schulen, die Sprachbarriere überwunden zu haben). Mir gegenüber sitzt eine Studentin, die ein skype-Telefonat gleichzeitig in Englisch, Spanisch und Deutsch führt. Dieses lustige Sprachen-Springen erinnert mich an's DFG. So exciting!

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0