Bald en route...

Meine Laune ist nur getrübt von der Entdeckung, dass es entweder nicht einfach oder aber sehr schwierig ist, offline geschriebene Artikel per Tablet in den Blog einzufügen. So ein Quatsch!, wie Clem sagen würde. Die ist jetzt auch bald wieder in Lyon, wo für sie morgen wieder die Schule anfängt. Auch Adrian hat sich aufgemacht; alle gehen sie in die meiner Route entgegengesetzte Richtung (die Routenübersicht stelle ich übrigens auch bald komplett online, also wahrscheinlich). Wie auch immer, jetzt bin ich alleine in dem Bett, dass mir mehr als ein halbes Jahr als Schlafplatz und Zufluchtsort diente. Meine liebe Kuschelhöhle! Die natürlich ziemlich anders aussieht - man merkt, dass sie nach zwei Jahren nicht mehr mein Zimmer ist. Das wird jedes Mal vom letzten Besucher in Besitz genommen und imprägniert... Ich mag die Idee, dass das hier das Zimmer von Vielen ist.

Außerdem habe ich die knappe Woche mit meiner Quasi-Halbfamilie sehr genossen. Und auch wenn ich nicht viel geschlafen habe, fühle ich mich ausgeruht. Das muss die klare Luft der Bretagne sein. Und natürlich die pure Freude, mit Menschen zusammen zu sein, die ich gut kenne und lange nicht gesehen habe. Das ist ein perfekter Einstieg in meine momentane Reise, weil ich mich gut aufgehoben fühle und von der cheulschen Entspanntheit eingenommen werde. Im bisher unpublizierten Artikel vom 10. erwähnte ich, dass ich mich seltsam fühlte,einfach so wieder aufzubrechen, nach nur zwei Tagen zu Hause. Das war definitif nicht genug, um zuhause zu sein und meine Familie zu sehen, ich weiß. Da ich das aber im Moment nicht ändern kann und auch meinen nächsten Kurzabstecher nicht verlängern kann, muss ich es wohl akzeptieren. Es wäre sicherlich einfacher gewesen, mich für das ganze Reisejahr zu verabschieden, dafür aber richtig.

Jetzt, mit ein bisschen Abstand, realisiere ich erst, was bald auf mich zukommt. Und hopp, schon ist sie wieder da, die Lebenslust. Und Leben in seiner intensivsten Form? Das ist Abenteuer.

Morgen fahre ich nach Paris, für's erste. Die Tüte, in der ich auf dem Hinweg deutsche Schokolade transportiert hatte, enthält nun Gemüse und Obst aus dem Garten. Welch Genuss! Diese Tomaten allein versetzen mich immer wieder in Verzückung; und dabei sind wir nicht einmal in Italien, wo  traditionell mehr Sonne scheint (es gibt ja doch ein paar wenige Dinge, für die die Brertagne nicht bekannt ist).

Mit meiner Vitamin-Packung werde ich dann morgen bei einem echten Wahl-Pariser einfallen und es mir bis zum 19. gemütlich machen. So gutes Essen kann es dort ja gar nicht geben, auch nicht, wenn der Preis doppelt so hoch ist wie man gemeinhin erwarten würde. Hoffen wir mal, dass meine Riesen-Zucchini (ehrlich, wer ist auf die Idee gekommen, dass Zucchinis klein und länglich sein sollten? Derjenige, der Gurken-Normmaße erfunden hat?) eine Weile hält.

 

 

 

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