Ein neuer Rhythmus

Nach zwei Wochen in überwiegender Ruhe hat sich mein Lebensrhythmus nun doch etwas verändert. Allein, wenn ich daran denke, dass ich heute erst um 12Uhr aufgestanden bin! Ich, die davor spätestens um neun Uhr putzmunter aus dem Bett gesprungen bin. Man kann sagen, dass sich meine Aufstehzeiten immer mehr denen der Kulmburg-Jungs annähern. Vielleicht werde ich am Ende dieser Woche auch erst um 14 Uhr aus dem Bett kriechen, wie das so mancher hier macht...

Auch sonst, kann man sagen, bin ich deutlich entspannter geworden. Was natürlich nur ein Synonym für faul ist. Aber auch das gehört irgendwie dazu; es wäre doch seltsam, nach dem Abi so eine Ewigkeit an Freizeit zu besitzen und sich dabei kein bisschen Entspannung zu gönnen. Lustigerweise werde ich wohl nie dieses Gefühl haben, das mir einige Klassenkameraden nach dem Abi schilderten: den Kopf leeren, alles vergessen und dann nur noch hardcore chilln. Also quasi gar nichts tun (wenn ich das richtig verstanden habe. Vielleicht bedeutete es in diesem Zusammenhang auch nur, jegliche geistige Aktivität von sich zu weisen. Solche Beschäftigungen wie ins Schwimmbad gehen müssten wohl trotzdem "erlaubt" sein...).

Während ich also in gewisser Weise meinem Körper jetzt ein bisschen mehr Ruhe gerne gönne und ihn eben auch mal schlafen lasse, wie es ihm beliebt, so fängt mein Hirn doch langsam wieder an, nach Futter zu verlangen. Dieses "Hungergefühl" wurde tatsächlich auch durch meinen GB-Aufenthalt angestachelt. Genau, weil ich mich wieder daran erinnert habe, was für einen Spass mir "neue" Sprachen (die also weder Deutsch noch Französisch heissen) machen... Was dazu geführt hat, dass meine challenge in den letzten Tagen heisst: Wie viele englische Wörter pro Tag kann ich wohl in mich hineinschaufeln? Bisher bin ich bei einem Durchschnitt von 50 oder 60, aber diese Beschäftigung ist anders herum auch vielleicht nicht als Dauersport geeignet. Ich hab mal gelesen, dass Kleinkinder ca drei neue Wörter pro Tag lernen, aber das über einen etwas längeren Zeitraum hinweg. Naja, ich habe ja auch kein Leben Zeit, Englisch zu lernen!

Lasst mich überlegen - in etwa ein bis zwei Monaten wäre ich gerne "fertig" (ich weiss, man lernt nie aus und so. Aber es wäre nicht schlecht, so gut englisch wie französisch zu können...?)

 

Pfft, das war auch genug der hehren und vermessenen Ziele! Ich geh jetzt erst mal chillen!

(Da das bei mir ein wundersames englisches Buch involviert, muss ich nicht mal ein schlechtes Gewissen haben)

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