Morgen und Vorgestern

Morgen kommen ihre Eltern!!

 

Das hört sich absolut komisch an, nicht?

 

Erinnert ihr euch noch daran, wie ich das gleiche über ihre Ankunft gesagt habe? War das nicht erst vorgestern? Und morgen ist der nächste Schritt zum Übermorgen, in dem sie nicht mehr da sein wird.

 

Vorhin musste ich lachen über meine komischen Gedanken. In der Straßenbahn. Weil ich gleichzeitig dachte

 

"Ich gehe in zwei Wochen. Puh, zwei Wochen sind noch viel Zeit, viel länger als bis morgen oder Freitag wie für sie"

 

und

 

"Ich gehe in zwei Wochen. Aber halt malt! Zwei Wochen, das ist normalerweise ja fast ...JETZT. Und das ist irgendwie so ... nah."

 

Kein Wunder, dass ich lachen musste. Das mache ich oft, weil ich keinen Ausweg weiß, weil mein Hirn zu komische Sachen anstellt, da ist Lachen noch die beste Lösung.

 

Am Mittag waren wir in der Stadt, tausend Abschiede mehr - für Clémentine welche, die in einigen Fällen mindestens ein Jahr währen.

 

Am Abend waren wir bei meiner Tante. Abschied, Abschied, Abschied. Meine kleinste Cousine wird sich, bis ich zurückkomme, sicher sehr verändert haben, wie das in diesem Alter so ist. Ich bin froh, dass die älteste schon lesen kann, auch wenn das einen Namen mehr auf meiner "wem-ich-alles-schreiben-will" macht, die sowieso schon astronomisch lang ist. Ich versuche es einfach, auch wenn ich nicht immer jedem schreiben kann. Zum Glück habe ich viele Worte, sonst bekäme ich ein Problem. Heute im Thalia habe ich ein Buch gesehen mit alten Wörtern, von denen ich fast alle kannte.

Mit einem hatte ich sogar ein Schlüsselerlebnis, was bewirkte, dass die restlichen von diesen Wörtern ihr Dasein ab da größtenteils im inaktiven Teil meines Wortschatzes fristeten. (Es war das Wort "laben", das ich im Alter von acht Jahren gebrauchte, was so ein seltsamen und damit unangenehmes Resultat hatte, dass ich es mit schönen Wörtern ab da meistens lieber ließ... )

 

Halb eins. Endlich schlafen. Ich wollte eigentlich nicht so recht, aber nach unserem achttägigen Nordseeurlaub hatte ich das Gefühl, meinen Computer besuchen zu müssen. Passt. Bis dann.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0